Programm

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Der JUNIPARK war vom 3.–29. Juni geöffnet. An 16 Veranstaltungstagen war das Publikum eingeladen zu Theatervorstellungen, Präsentationen, Ausstellungen, Nachbarschaftsprojekten und Infoveranstaltungen.

Ein Rückblick auf vier Wochen Projekte und Aktionen: die JUNIPARK-Videodokumentation (5min.).

Hier geht es zum JUNIPARK-Trailer und zum JUNIPARK-Song!

Das Festivalprogramm zum Download: JUNIPARK-Programm

// THEATER, PERFORMANCE & TANZ

BYE BYE BERLIN!
Ein theatraler Beschwerdechor
„Bye Bye Berlin!“ verschafft den Stimmen aus der wohnwut-Umfrage Gehör. „Bye Bye Berlin!“ ist ein Abgesang auf rücksichtslose Mietpreiserhöhungen, unsoziale Wohnungspolitik und nervige Wohnungsbesichtigungen. „Bye Bye Berlin!“ ist ein Aufruf: Sich zu verabschieden von einer Stadt, in der es zunehmend ungerecht zugeht. Und so formuliert der Chor beides: eine Beschwerde und einen Aufbruch – hin zu neuen Ufern!
Regie: Franziska Seeberg / Dramaturgische Mitarbeit: Anne Paffenholz / am 20.6. (20.30 Uhr), 21.6. (18.00 Uhr) und 27.6. (19.30 Uhr)

Franziska Seeberg ist freischaffende Regisseurin. Sie studierte Musiktheater-Regie an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin. Nach ihrem Studium gründete sie die Künstlerformation „Oper Dynamo West“, in deren Rahmen sie zahlreiche Inszenierungen realisierte, die im Berliner Stadtraum stattfanden. Franziska Seeberg arbeitet in vielen ihrer Produktionen mit dokumentarischen Materialien, die sie mit Elementen des Musiktheaters in Verbindung setzt.

HOME SWEET HOME
Eine musikalische Theaterperformance
Wohnen – ein Menschenrecht? Der Regisseur und Schauspieler Christel ­Gbaguidi ent­wickelt gemeinsam mit jungen Erwachsenen, Geflüchteten und professio­nellen Künstlern die Performance „Home Sweet Home“. Anhand von Fotografie, Gesang und szenischem Material beschäftigen sich die Akteure mit der existenziellen Frage nach dem Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen.
Künstlerische Leitung: Christel Gbaguidi / gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung / am 25.6. (18.00 Uhr) und 29.6. (19.15 Uhr)

Christel Gbaguidi ist Schauspieler, Theaterpädagoge, Regisseur, Berater für Kunst- und Kulturmanagement sowie Gründer und Leiter der beninischen Soziokulturellen Organisation Arts Vagabonds Rezo Afrik Benin.

NEUKÖLLNER UMZUGS-KAPELLE
Eine musikalische Performance mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 7/22 der Otto-Hahn-Schule (Neukölln)
Was würde den Siebtklässlern fehlen, wenn sie bald umziehen müssten? Und was würde ihrem Kiez fehlen, wenn sie fort wären? Als „Neuköllner Umzugs-Kapelle“ ziehen sie über das JUNIPARK-Gelände und posaunen ihre An- und Aussichten heraus. Wohin es geht, muss unterwegs geklärt werden: Ziehen wir um die Häuser, weil wir bleiben wollen, oder marschieren wir vom Rand ins Zentrum? Verlassen wir die Stadt oder beziehen wir die Utopie? Verpassen Sie nicht den Zug!
Künstlerische Leitung: Eva Plischke & Friedrich Greiling / Musik: Friedrich Greiling / Dramaturgische Mitarbeit: Geraldine Blomberg / am 14.6. (15.30 und 17.00 Uhr)

Eva Plischke ist Performerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist Mitglied der Performancegruppe Turbo Pascal. Im Graduiertenkolleg „Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste“ erforscht sie den Zusammenhang von Theater und Zukunftsszenarien.  //  Friedrich Greiling ist freier Musiker und Produzent. Er hat drei musikalische Projekte namens Mittekill, Freedarich und Die Bäume. Als Musiker arbeitet er seit einigen Jahren auch mit freien Theatergruppen wie Turbo Pascal und Interrobang.

NICE TO EAT YOU!
Ein Projekt der Jugendtheatergruppe der Schaubühne DIE ZWIEFACHEN
Untote Mächte treiben ihr Unwesen in der Stadt: Sie verleiben sich Leben ein, privati­sieren öffentlichen Raum und vernebeln Träume und Utopien. Doch da alle brav und produktiv sind, fällt niemandem etwas auf. DIE ZWIEFACHEN machen sich auf, den JUNIPARK zu retten, und fragen, wer noch Mensch und wer schon Zombie ist.
Regie: Uta Plate / Ausstattung: Lena Heeschen / Dramaturgie: Nils Haarmann / Künstlerische Mitarbeit: Aline Bosselmann, Alexander Maulwurf / am 13.6. (19.30 Uhr), 14.6. (19.30 Uhr), 15.6.  (18.30 Uhr) und 28.6. (19.30 Uhr)

Uta Plate ist seit der Spielzeit 1999/2000 Theaterpädagogin an der Schaubühne. Dort leitet sie seitdem das Jugendtheaterprojekt DIE ZWIEFACHEN für Jugendliche, die aus sozial benachteiligtem Umfeld kommen. Die Stücke werden über Improvisationen, Schreib- und Bewegungsworkshops gemeinsam entwickelt. Im internationalen Rahmen inszeniert sie Theater- und Bewegungsprojekte. Ab Sommer 2014 wird Uta Plate als selbständige Regisseurin, Theaterpädagogin und Dozentin arbeiten.

NOCH SCHÖNER WOHNEN
Eine Performance der 27 dance monkeys – urbanes performance dept. berlin
Wo sind wir? Wem gehört eigentlich die Stadt? Lebst du noch oder wohnst du schon? Die Armut zieht raus oder ist schon draußen. Was bleibt: gähnende Langweile und Leere. Schwabylon, der Mythos von einst. Jetzt Cosmopolitan – das Geld reicht sich die Hände … Eine Performance zwischen Wohnungsstress, Gentrifizierung und Stadtrandverdrängung. Konkret und abstrakt. Jetzt und früher. Tanz und Text. Schöner wird’s nicht.
Künstlerische Leitung: Be van Vark & Sven Seeger / am 3.6. (19.00 Uhr) und 5.6. (19.00 Uhr)

Die 27 dance monkeys der Schlesischen27 erarbeiten Performances und Flashmobs auf der Bühne und im öffentlichen Raum. Das Tanztraining und die Proben werden von den ChoreografenBe van Vark und Sven Seeger geleitet.  //  Be van Vark ist als Bereichs- und Projektleiterin für Tanzprojekte verantwortlich, die in den verschiedensten sozialen Kontexten realisiert werden und welche häufig im urbanen Raum stattfinden. Neben der künstlerischen Arbeit an eigenen Projekten ist sie als Gastchoreografin und Tanzpädagogin tätig.  //  Sven Seeger arbeitete als Tänzer und Choreograf an verschiedenen deutschen Theatern sowie national und international in der freien Szene. Er hat im Rahmen der wohnwut-Kampagne bereits bei der Peer-to-Peer-Umfrage mitgearbeitet.

REALITY REMIXED – POETICS OF PLACES
Eine Musik-, Tanz- und Medienkunstperformance mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 10e des Wilhelm-von-Siemens-Gymnasiums (Marzahn)
Wie sieht der eigene Wohnraum aus? Wie hört er sich an? Wie bewegt man sich darin? Durch künstlerische Andeutungen und die Reduktion auf Essenzielles wird eine Perfor­mance erarbeitet, die das Wohnumfeld der Schüler poetisch interpretiert und in den JUNIPARK übersetzt.
Künstlerische Leitung: Alexandre Decoupigny, Be van Vark & Emily Völker / gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung / am 20.6. (15.00 Uhr) und 21.6. (15.00 Uhr)

Alexandre Decoupigny arbeitet als praktizierender Musiker und Ton-/Klangkünstler mitdem Schwerpunkt Sound und soziale Praxis. Er ist Mitbegründer von Reality Remixed.  //  Be van Vark ist neben der Entwicklung eigener künstlerischer Arbeiten als Gastchoreografin und Tanzpädagogin tätig. Zudem ist sie Projektleiterin für Tanzprojekte, die in den verschiedensten sozialen Kontexten und häufig im urbanen Raum realisiert werden.  //  Emily Völker ist Bewegtbildkünstlerin und Mitbegründerin von Reality Remixed.

STADTGEISTER
Ein Projekt der Theatergruppe von Anna-Katharina Schröder
Beziehungskrisen, Räumungsklagen und andere Katastrophen: Vier junge Berliner verlassen fluchtartig ihre Wohnungen. Zugebaut von Immobilienfürsten, zugemüllt von den privaten Problemen ihrer Bewohner und zertrampelt von immer mehr Menschen, schreit die Stadtgöttin nach Rache. Wie eine Furie tobt und wütet sie über den Stadtleuten. Panik? Ruhe bewahren, nicht stehen bleiben, hier gibt es nichts zu sehen!
Text & Regie: Anna-Katharina Schröder / Dramaturgie: Stephanie Richter / gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung / am 28.6. (16.00 und 18.15 Uhr) und 29.6. (18.00 Uhr)

Anna-Katharina Schröder präsentierte 2013 mit der Uraufführung „Mythos Europa“ und drei politisch thetralen Trinkgelagen ihr Regiedebüt in einer Kooperation von der Schlesischen27 und der Jugendtheaterwerkstatt Spandau. Davor war sie unter anderem in dem Projekt der Jungen Pächter aktiv. Zuletzt inszenierte sie mit Geflüchteten am Heimathafen Neukölln „GRENZFAeLLE“.

 

WELTWEIT… UNTERWEGS
Eine musikalische Installationsperformance mit Schülerinnen und Schülern der 4., 5. und 6. Klasse der Nürtingen-Grundschule (Kreuzberg)
Die Kinder der Nürtingen-Grundschule bauen, bespielen und bewohnen utopische Wohninstallationen im JUNIPARK. Ihre Welten zeigen sie dem Publikum in einer musikalischen Installationsperformance.
Künstlerische Leitung: DJ B.Side, Dascha Kornysheva & Anja Scheffer / gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung / am 13.6. (13.00 und 18.00 Uhr) und 19.6. (18.00 Uhr)

Anja Scheffer ist Regisseurin und Schauspielerin und im Bereich Kulturelle Bildung tätig. 2008 gründete sie SIDEviewsund arbeitete in zahlreichen Produktionen meist mit Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Konzeption, Theaterregie, Film und Videoschnitt.  //  DJ B.Side ist Berliner Musikproduzent und DJ und vor allem im Hip Hop unterwegs.  //  Dascha Kornysheva ist Szenografin und Kostümbildnerin.

WOHNEN JETZT
Eine Objekt-Performance mit Schülerinnen und Schülern der Walter-Gropius-Schule (Neukölln) / in Kooperation mit den Grips Werken
Wir finden zurückgelassenes, zum Fenster rausgeschmissenes, nicht mehr gewolltes Mobiliar und verstoßene, in den Dreck getretene und vernachlässigte Objekte. Diese Fundstücke deuten wir um, laden sie neu und erfinden für sie Geschichten. Daraus entsteht Neubewohntes, Wiederbelebtes, Neuerzähltes und am Ende womöglich Verwüstung de Luxe.
Künstlerische Leitung: Vanessa Gärtner, Anne Herrmann & Stefanie Kaluza / am 19.6. (17.00 Uhr) und 25.6. (17.00 Uhr)

Grips Werke e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Angebote kultureller Bildungsarbeit und Theaterpädagogik rund ums Grips Theater schafft. In theaterpädagogischen Projekten werden Kinder und Jugendliche selbst aktiv.   //  Vanessa Gärtner lebt und arbeitet als Bühnenbildnerin, Illustratorin und Kulturwissenschaftlerin in Berlin, gestaltet für und mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Bühnen, Räume und Orte, formt und forscht auch jenseits des Theaters.  //  Anne Herrmann ist freischaffende Theaterpädagogin und arbeitet mit Menschen aller Altersgruppen in Berlin und Umgebung, Rumänien und Bulgarien. Nebenher macht sie ein Fernstudium für Kultur- und Medienmanagement in Hamburg.  //  Stefanie Kaluza arbeitet als Theaterpädagogin mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsen.

WOHNWUT-FRAGMENTE
Eine Performance mit jungen Akteuren der wohnwut-Kampagne
Berlin kommt oder ist schon? Eine Metropole im Umbruch. Die Nischen verschwinden. Wohnraum in den zentralen Bezirken ist knapp oder zu teuer geworden. Wir mitten drin: Was ist mit uns, der Zukunft dieser Stadt. Bezahlbarer Wohnraum ist Utopie? Wir waren unterwegs. Haben Menschen befragt zur Wohnsituation, ihren Sichtweisen und Forderungen, Wünschen und Träumen. Berlin, eine Stadt mit Zukunft oder: Was ist die bessere Stadt?
Künstlerische Leitung: Sven Seeger / gefördert von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin / am 4.6. (19.30 Uhr) und 28.6. (17.15 Uhr)

Sven Seeger arbeitete als Tänzer und Choreograf an verschiedenen deutschen Theatern sowie national und international in der freien Szene. Er hat im Rahmen der wohnwut-Kampagne bereits bei der Peer-to-Peer-Umfrage mitgearbeitet.

GASTSPIEL: MACBETH IM JUNIPARK
Frei nach Shakespeare, Lautréamont und Falk Richter
Lang lebe Macbeth. Er frisst Daten, tanzt mit Geistern und wohnt im Junipark. Im Berlin-Exil streitet er mit Schatten, die nicht weggehen wollen, und weigert sich seinerseits zu gehen, obwohl man ihn für tot erklärt. Aber: Wer lebt eigentlich noch?
Von und mit David Pakzad / am 25.6. (20.00 Uhr)

David Pakzad hat in Deutschland, Schottland und Japan gelebt, bevor er 2013 die HfS „Ernst Busch“ absolvierte. Im selben Jahr spielte er in Wien in Paulus Mankers „Wagnerdämmerung“ den Wotan und oszilliert seitdem zwischen freien Stücken in Wien und Berlin.

GASTSPIEL: WARUM ELEFANTEN HYSTERISCH SIND
Ein Theaterprojekt von Sascha Bunge und Katrin Heinrich nach Texten von Lothar Trolle
Ein Kind streift gemeinsam mit den Geistern der Stadt durch die Gegend und berichtet von seiner Geschichte: vom mühsamen Überleben in unwirtlichen Städten mit der Hilfe der Tiere des Dschungels und der afrikanischen Steppe. Indem es sich mit deren Stärken identifiziert, entwickelt es absurde und komische Strategien für das eigene Leben. Hopp hopp hopp, Pferdchen lauf Galopp …
Mit: Katrin Heinrich / Regie: Sascha Bunge / Mit Dank an das THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin / am 14. (18.00 Uhr) und 15.6. (17.00 Uhr)

Sascha Bunge ist seit 2005 Oberspielleiter und Stellvertretender Intendant am THEATER AN DER PARKAUE. Ab Sommer 2014 wird er als freier Regisseur tätig sein.

// SOUND & MUSIK

WOHNTON
Eine performative Soundinstallation mit Schülerinnen und Schülern der Hector-Peterson-Schule (Kreuzberg) / in Kooperation mit dem Houseclub/HAU Hebbel am Ufer
Die Schüler erkunden akustisch ihren Wohnraum, ihre Kreuzberger Lebensräume und die Wege dazwischen. Es entsteht eine performative Soundinstallation, in der das Visuelle ins Akustische übertragen und die Klänge der Großstadt choreografisch übersetzt werden. Künstlerische Leitung: Niels Bovri & Marcus Thomas / Mitarbeit: Ciprian Marinescu, Khaled Sleiman, Lisa Siegel & Julia Schreiner / am 27.6. (14.00 Uhr) / Soundinstallation am 28. und 29.6.

Niels Bovri arbeitet als Tänzer und Soundkünstler, Ton- und Bühnentechniker. Seit 2008 entwickelt er eigene Bühnenkonzepte, Performances und Installationen in Koproduktion mit der Jugendtheaterwerkstatt Spandau, Ballhaus Naunynstraße, Théâtre de chambre u.a. Anfang 2014 schloss er das Masterstudium Solo/Dance/Authorship am HZT Berlin (Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz) ab.  //  Marcus Thomas arbeitet als Musiker/Performer/Komponist und Klangkünstler für diverse Film-, Theater- und Opernprojekte. Eigene Arbeiten umfassen Klanginstallationen, Konzerte für präparierte Instrumente, Soundscape-Kompositionen, künstlerische Radio-Features, Hörspiele und Regiearbeiten, u.a. im Musiktheater-Kollektiv bruit!.

JUNIPARK-SONGPROJEKT
Mit Berliner Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Senioren
Berliner unterschiedlichen Alters nehmen mit dem Musiker und Musikproduzenten Marco Merz den JUNIPARK-Song auf. Ausgangsmaterial sind die Interviews der wohnwut-Peer-to-Peer-Umfrage. Dazu werden neue Songtexte, Sounds und Melodien rund um Mieten­amento und Stadtutopien erfunden.
Künstlerische Leitung: Marco Merz / Videotrailer: Jürgen Mattlener / Mitarbeit: Anne Paffenholz

Marco Merz ist Musikproduzent und Musiker (u.a. Mitglied der Hip-Hop-Formation Puppetmastaz). Er ist außerdem als Tourmanager, MC und Moderator tätig. Für die wohnwut-Kampagne hat er die Sounddokumentation der Peer-to-Peer-Umfrage produziert (Sounddesign und Schnitt).

Hier kann man den JUNIPARK-Song hören!

Der JUNIPARK-Trailer ist online!

// RAUM, INSTALLATION & BAUPROJEKTE

LUFTSCHLOSS KOMETENPLAN
Ein Bauprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 9/23 der Otto-Hahn-Schule (Neukölln)
Bislang ist JUNIPARK eine Konstruktion aus Gerüststangen. Wir wollen weiterbauen: Mit Spanngurten, Kabelbindern, Stretchfolie und Klebeb­and werden wir im wahrsten Sinne des Wortes „in die Luft gehen“! Zwischen den rechten Winkeln der stählernen Struktur werden wir uns „vernetzen“ und das Bauwerk täglich um eine neue Dimension erweitern: Viele Experimente & viel Spaß!
Künstlerische Leitung: Todosch Schlopsnies / am 6.6. (13.00 Uhr) und 8.6. (15.30 Uhr)

Todosch Schlopsnies ist freischaffender Künstler. Er ist Bildhauer und entwirft Raumszenarien und Bühnenbilder. Er malt, zeichnet, baut, macht Musik und schreibt.

TERRITORIEN
Ein Bauprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 9/21 der Otto-Hahn-Schule (Neukölln)
In diesem Projekt erforschen die Schülerinnen und Schüler, was „Eigentum“ ist. Warum kann man etwas besitzen? Wer darf entscheiden, wo etwas gebaut werden darf? Und wem gehört die Stadt? Die Eigentums-Recherchen werden dem Publikum in einem Aus­stellungsparcours präsentiert.
Künstlerische Leitung: Fred Pommerehn / am 27.6. (13.00 Uhr)

Fred Pommerehn ist freischaffender Künstler. Als Bühnenbildner und Installationskünstler arbeitet er in den Sparten Theater, Tanz, Performance und zeitgenössisches Musiktheater.

// JUNIPARK-AKTIONEN

JUNIPARK-NACHBARSCHAFTSPROJEKT
In Zusammenarbeit mit Anwohnern, Kulturvereinen, Jugendclubs und Initiativen vor Ort
Programmleitung: Sven Seeger / Mitarbeit: Abdi Toufali
Anwohner/innen, Interessierte, Juniparkbesucher/innen, Jung & Alt sollen die Möglichkeit erhalten, sich zu informieren, sich aus­ utauschen, sich zu vernetzen, Geschehenes zu reflektieren und weiterzudenken, selbst auf der Bühne zu stehen und aktiv zu werden. Oder einfach eine gute Zeit miteinander verbringen – beim Kochen, gemeinsamen Essen und vielen weiteren Aktivitäten.
// Open Stage: Darbietungen, Flashmobs und Performances aus dem Kiez
// Nachbarschaftstisch: Interaktive Kochaktion mit einem gemeinsamen Essen für alle am großen Tisch
// Informationsveranstaltungen: Gesprächs- und Diskussionsforen zur Wohnsituation in
Berlin: Mietenexplosion, Abbau des sozialen und geschützten Wohnungsraums / mit der Berliner MieterGemeinschaft sowie Bürger- und Selbsthilfeinitiativen (u.a. Kotti & Co, Zwangsräumung verhindern, alternative Wohnprojekte)
// Gartenbau-Werkstatt / mit Irene Gozzelino, Stiftung SPI/Stadtentwicklung
// Kreativwerkstätten u.v.m.
NACHBARSCHAFTSTAGE am 8., 20., 22., 27. und 29.6., jeweils ab 14.00 Uhr

AKTIONSGRUPPE REDEREI
Team: Jonas Braun, Anna von Glasenapp, Anina Gröger, Anna Maier u.a.
Unsere urbane Feldforschung im Rahmen der wohnwut-Umfrage im Sommer 2013 hat eines ergeben: Der homo habitans, also der wohnende Mensch, eigentlich wichtigste Figur im städtischen Raum, spielt nur am Rande mit. Investorenfirmen und eine diesen freundlich gesinnte Stadtpolitik übernehmen das Feld. Sie koppeln Wohnraum an den Geldmarkt und beugen sich vor (oder verstecken sich hinter) dem Phänomen der Gentrifizierung, der Veredelung von Stadtteilen – diesem in europäischen Großstädten grassierenden Gespenst. Im JUNIPARK schaffen wir mit vielen Künstler/innen und Anwohner/innen für einen Monat nicht nur einen kreativen Raum, der wieder Wohnutopien jenseits der Angst träumen lässt. Wir strecken auch die Fühler in den Stadtraum aus und wollen der Angst­politik auf dem Wohnungsmarkt entgegentreten und diesen als Lebensraum zu­ückerobern. Da sind wir nicht die Einzigen: Gleichgesinnte sind herzlich willkommen in unserem offenen Raum, unserer Rederei.
am 8., 20., 22., 27. und 29.6., jeweils ab 14.00 Uhr

DAS PÄCHTIVAL – JUNGE PÄCHTER IM JUNIPARK
Fast drei Jahre lang haben sie leerstehende Läden mit ihren eigenen Ideen bespielt, jetzt übernehmen die Jungen Pächter für einen Tag den JUNIPARK: Seid eingeladen zu Workshops von Camera Obscura bis Lampenbau, Improtheater, Poetry-Slam, Musik, Performance und mehr.
Mit den Jungen Pächtern aus Köpenick, Kreuzberg, Marzahn, Neukölln, Spandau & Wedding / gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung / am 15.6. (14-22.00 Uhr)

TEMPORARY SPACE SHUFFLE
Das Temporary Space Shuffle ist als kreative Plattform präsent und aktiv. Als urbaner Werkraum werden Brachen, Freiflächen und ungenutzte Stadträume belebt, Gemeinschaften im Kiez geschaffen und verknüpft. Bring dich ein!

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